2003 eröffnete der DAAD sein regionales Büro am Vietnamesisch-Deutschen Zentrum der Hanoi University of Science & Technology (HUST). In den 15 Jahren seit seinem Bestehen konnten knapp 8.000 Vietnamesen durch den DAAD gefördert werden, und der DAAD hat rund 65 Mio. Euro in den akademischen Austausch zwischen Vietnam und Deutschland investiert.

Bei einem großen Alumnitreffen am 26. Mai präsentierte die frühere Leiterin der DAAD-Außenstelle Hanoi, Anke Stahl, diese eindrucksvollen Zahlen. Zuvor hatten der deutsche Botschafter Christian Berger sowie der Präsident der HUST, Prof. Hoang Minh Son, die Bedeutung der erfolgreichen akademischen Zusammenarbeit beider Länder betont sowie den großen Beitrag des DAAD dafür gewürdigt.

Botschafter Christian Berger, Anke Stahl und Stefan Hase-Bergen, Leiter der DAAD-Außenstelle Hanoi, überreichten anschließend rund 30 neu ausgewählten DAAD-Stipendiaten in Anwesenheit von rund 150 Alumni ihre Stipendienurkunden in einer feierlichen Zeremonie.

Inhaltlich schloss das Alumnitreffen an das große DAAD-Treffen an der HUST vor einem Jahr an: "Environment and Health – Recent Trends" lautete das diesjährige Thema, dem sich die Sprecher der vier Hauptvorträge widmeten. Der Klimawandel mit seinen insbesondere für Vietnam teilweise verheerenden Folgen wie Taifune, Überflutungen oder auch Dürren ist für die gesamte Region eine große Gefahr, erläuterte Umweltwissenschaftler Dr. Nguyen Phuong Nam vom "Center for Responding to Climate Change". Prof. Frauke Kraas von der Universität zu Köln wies auf den großen Einfluss hin, den die zunehmende Urbanisierung auf die Gesundheit der Menschen hat. Leider würde bei der Stadtplanung dieser Einfluss aber viel zu wenig berücksichtigt. Auf die positiven wie auch die negativen Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit der Menschen wies der Mediziner Prof. Dr. Nguyen Vu Quoc Huy, Vizerektor der Hue University of Medicine and Pharmacy, hin. Er forderte: "Think big – start small!" Schließlich erläuterte der Umweltwissenschaftler Dr. Win Maung, Vorsitzender des "Myanmar Environment Institute" noch den teilweise sehr gesundheitsgefährdenden Einfluss des Menschen auf die Umwelt in Myanmar, zum Beispiel im Kohlebergbau oder bei der Abholzung der Wälder.

Bei dem großen Alumnitreffen 2017 wurde der Wettbewerb "Green Champions of Southeast Asia" ins Leben gerufen. Bei dem Alumnitreffen wurden die drei siegreichen Projekte aus Vietnam und Kambodscha vorgestellt: Ein Kinderspielplatz aus wiederverwertetem Plastikmüll, die Nutzung von wiederverwertetem Plastikmüll für die Fischzucht sowie die Reinigung von durch den Bergbau stark verschmutztem Wasser. Die drei Gewinner werden vom deutschen Außenministerium und der deutschen Botschaft in Hanoi zu einer Themenreise nach Deutschland eingeladen.

Die DAAD-Alumna Ajantha Perera, die Ideengeberin dieses Wettbewerbs, ermunterte die Alumni am Ende des Tages zu Engagement für den Umweltschutz: "You can make a difference. But you have to start. The time is now!"