Sie haben ein Stipendium für eine Promotion in Deutschland vom DAAD erhalten und Ihre Doktorarbeit 2013 abgeschlossen.

Frage 1:

Wie sind Ihre Gefühle zum Studieren und Forschen in Deutschland? Welche Erfahrungen in Deutschland waren für Sie besonders wichtig?

  • Fr. Dr. Nga: Studieren in Deutschland war für mich eine ganz besondere Erfahrung und trägt wesentlich zu meiner Karriereentwicklung bei. Während meines Studiums und meiner Forschung war ich an vielen beruflichen Aktivitäten beteiligt, baute mein Netzwerk aus und integrierte mich in die deutsche Gesellschaft. Das ist eine besondere Erfahrung für mich. Ich hatte auch die Möglichkeit, diese Erfahrung auf dem Deutschen Festival 2015 mit jungen Leuten zu teilen, die sich für ein Auslandsstudium interessieren.

Frage 2:

Wer einmal ein DAAD-Stipendium bekommen hat, gehört für immer zu den DAAD-Alumni. Der DAAD bietet viele Förderprogramme für seine Alumni an. Welches haben Sie in Anspruch genommen?

  • Fr. Dr. Nga: Ich schätze mich sehr glücklich, daß ich das DAAD-Stipendium bekam, obwohl es kein Vollstipendium war. Nicht nur während meines Studiums, sondern auch als ich nach Vietnam zurückgekehrt war, hat der DAAD mich immer unterstützt. Ich bekomme weiterhin die umfangreiche Nachbetreuung vom DAAD für meine Karriere. In 2 Jahren, 2015 und 2016, hatte ich Chancen, an vielen Förderprogrammen für Alumni teilzunehmen, wie:  finanzielle Unterstützung für Treffen mit deutschen Studenten in Vietnam, DAAD-Alumni-Treffen in Deutschland an der RWTH Aachen, Unilead-Programm, Wiedereinladungsprogramm, Alumniworkshops sowie andere Alumniveranstaltungen.

Frage 3:

DAAD-Alumni können sich regelmäßig für eine Wiedereinladung nach Deutschland beim DAAD bewerben, um zum Beispiel ihre Forschungen fortzusetzen oder ihre Verbindungen nach Deutschland zu halten. Was war für Ihren gerade beendeten Forschungsaufenthalt in Deutschland besonders wichtig?

  • Fr. Dr. Nga: Post-Mining ist im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, ein wichtiges Thema, vor allem im Hinblick auf die geplante komplette Stilllegung der Minen Ende 2018. Mit der wachsenden vietnamesischen Wirtschaft spielt Kohle immer noch eine wichtige Rolle in der Wirtschaft. Post-Mining-Probleme sollten jedoch als Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung betrachtet werden. Daher ist es sehr wichtig, die in Deutschland gelernten Lektionen zu berücksichtigen.

Frage 4:

Welche Bedeutung hatten alle o.g. Förderprogramme für Ihre berufliche Karriere? Welche Botschaft möchten Sie den DAAD-Alumni in Vietnam mitteilen?

  • Fr.Dr. Nga: Dank des DAAD-Stipendiums konnte ich nicht nur neue Erkenntnisse erlangen sondern auch hilfreiche Fähigkeiten wie z.B. Arbeitskompetenz und Managementfähigkeit im interkulturellen Arbeitsumfeld bzw. Teamfähigkeit mit ausländischen Kollegen entwickeln. Alle Erfahrungen, die ich durch die Arbeit sammle, bringen mir große Vorteile. Ich benutze sie, um meine Kollegen bei der Teilnahme an internationalen Konferenzen, fachbezogene Austauschprogrammen und postgradualen Stipendienprogrammen zu unterstützen. Darüber hinaus bin ich sehr aktiv bei DAAD-Veranstaltungen wie spezifischen Weiterbildungsprogrammen, Gesprächen mit vietnamesischen Auslandsstudenten usw. zugegen. Ich habe von diesen Programmen viele nützliche Kenntnisse und Kontakte mit Kollegen in verschiedenen Bereichen gewonnen.
    Meiner Meinung nach, wäre es besser, wenn wir – die vietnamesischen DAAD-Alumni – zum DAAD Vietnam regelmäßigen Kontakt pflegen. Zusammen können wir die Freundschaft zwischen Vietnam und Deutschland stärken und folglich gleichzeitig Universitäten/ Hochschulen beider Länder verbinden. Wenn Sie sich noch nicht bei der DAAD Vietnam Alumni-Liste angemeldet haben, melden Sie sich frühzeitig an. Denjenigen die bereits in der Alumni-Liste sind, rate ich: Versuchen Sie, Ihre Informationen beim DAAD zu aktualisieren und sich so viel wie möglich DAAD-Veranstaltungen zu beteiligen. Dies ist eine gute Gelegenheit für uns, unsere Verbindungen zu konsolidieren und zu erweitern. Wir können kein starkes Netzwerk erstellen, wenn wir denken, dass der Aufbau des Netzwerkes uns gar nichts angeht. Wir können wenig zu unserem Land und zu dem Land, das uns die Chance und den Erfolg gegeben hat, beitragen, wenn wir nur allein arbeiten.